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Das „Klassenzimmer unter Bäumen“: der Neukauf-Park in Spittal/Drau

Ein alter Landschaftspark wurde als "Lern-Bewegungs- und Erfahrungsraum" für junge Menschen zu neuem Leben erweckt

                                                                                                    

 Das Eingangstor in der alten Steinmauer, die den Park umgibt

 

Zwischen der alten Edlinger Kirche und dem modernen EKZ Neukauf in Spittal/Drau liegt der Rest eines Landschaftsparks aus dem 19. Jahrhundert.

Der Besitzer Stefan Rutter (Fa. Rutter Immobilien) hat den 3500 m² großen Park der Stadtgemeinde Spittal als „Klassenzimmer unter Bäumen“ für alle Spittaler Kindergärten und Schulen als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Wer den öffentlich nicht zugänglichen Garten mit seiner Gruppe oder Klasse nutzen will, lässt den jeweiligen Termin
bei der Stadtverwaltung reservieren und erhält unmittelbar vor dem Besuch die Schlüssel. Die Nutzung ist kostenlos.
 
Das vielgestaltige Areal mit seinem alten Baumbestand, einem ehemaligen kleinen Steinbruch, Obstbäumen, romantischen Nischen und Plätzchen lässt Kinderherzen höher schlagen. Während die Kleinen hier z.B. bei (regelmäßigen) „Waldtagen“  in stundenlanges phantasievolles Spiel eintauchen oder auf Bäumen und Felsen ihre Geschicklichkeit erproben – im Park gibt es bewusst keine Spielgeräte – kommen Schulklassen u.a. für Biologie- oder Kunstprojekte in diese einmalige Stadtwildnis.
 
Was in einer solchen „vorbereiteten Umgebung“ geschieht, planen und entscheiden jeweils die Pädagogen für ihre Gruppe.
 
Das Konzept für dieses gemeinsame „Klassenzimmer“ wurde vom Verein FUNKE entwickelt, der sich als Plattform für Reformpädagogik im Raum Spittal versteht. („FUNKE“ steht für „Freiheit, Unterricht, Natur, Kultur, Erziehung“).
Der kleine, engagierte Verein leistete bei der Realisierung – der Park war über lange Zeit ungenutzt und völlig verwildert –
ein erhebliches Maß an Freiwilligenarbeit.

Für die notwendige Infrastruktur wie einen Zugang, einen offenen Unterstand mit Geräteraum, einen Wasseranschluss etc.
sorgte mit großzügiger Unterstützung von Sponsoren die Stadtgemeinde Spittal, welche unter der fachkundigen Leitung von Stadtgärtner Herbert Twardon auch die Pflege übernommen hat.

Es entspricht der Idee dieses Lern-, Bewegungs-und Erfahrungsraumes, dass der Park nach den Grundsätzen eines Naturgartens weiter „wächst“. So haben beispielsweise zwei Klassen auf der „Obstwiese“ Beete mit Gemüseraritäten angelegt, eine Gruppe baute einen „Riesenadlerhorst“ aus Ästen, der von allen gerne als Sitzkreis genutzt wird, andere planen die Errichtung eines Balancierpfades usw.
 
Seit seiner offiziellen Eröffnung im Frühjahr 2009 erfreut sich der Park eines regen Zuspruchs – bei entsprechender Witterung wird das „Klassenzimmer unter Bäumen“ fast täglich genutzt.

 

Falls Sie Näheres über diesen Garten erfahren oder ihn besichtigen wollen, wenden Sie sich bitte an: vereinfunke@gmx.at

 Plan

1

Die fast 200 Jahre alten Bäume schaffen eine besondere Atmosphäre.

 

2

Ein Blick in die Krone des "Riesen".

 

4

Jause und Arbeitsbesprechung in der "Grotte".

 

3

Junge Forscher

 

 5

 Das "Parkbuch" dient der Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppen.

 

6

Aufgrund der speziellen Bauweise duftet es in der Komposttoilette auch an heißen Sommertagen lediglich nach Rindenmulch.

 

7

Quitten ....

 

8

Hollunder...

 

9

oder zuckersüße Kriecherl sind nur einige der Schätze, die der alte Garten für seine jungen Freunde bereithält.


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